Jeden Tag entdecken Kinder bei uns die Welt – mit viel Energie, neugierigen Fragen und jeder Menge eigener Ideen. In unserem Konzept-ABC zeigen wir, wie wir sie dabei begleiten: Was macht unsere pädagogische Arbeit aus? Was hat eine „Eingewöhnung“ mit Vertrauen zu tun? Warum ist „Bewegung“ mehr als nur Rennen im Flur? Und was genau steckt eigentlich hinter „partizipativer Pädagogik“? Wir stellen zentrale Themen, Werte und Schwerpunkte unseres pädagogischen Alltags vor, beschreiben, was uns in der Arbeit mit den Kindern bewegt, begeistert und beschäftigt. Von A bis Z lüften wir ein wenig pädagogischen Buchstabensalat – verständlich, kompakt und transparent.
Die Kinder finden eine altersgerechte, pädagogisch vorbereitete Umgebung vor, in der bereits das jüngste Kind Anregungen findet, selbst tätig zu werden und selbstbestimmt zu lernen. Die Erzieher:innen haben die Aufgabe, diese Umgebung zu gestalten und permanent den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder anzupassen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gibt es in beiden Gruppen des Hauses verschiedene Lern- und Arbeitsbereiche, welche von den Kindern in sehr unterschiedlicher Weise genutzt werden können.
Die Krippe verfügt über vier Funktionsräume: einen Montessori-Raum, einen Bewegungs- und Schlafraum und einen Bauraum, in welchem auch die Morgenkreise stattfinden sowie ein Kinderbad. Alle Räume sind multifunktional gestaltet und werden je nach Bedarf spontan umgeräumt bzw. umgenutzt. Die einzelnen Bereiche sind so ausgestattet, dass auch die kleinsten Kinder freien Zugang zu allen Dingen und Aktivitäten des täglichen Lebens, Lernens und Arbeitens haben.
Die Kindergartengruppe verfügt über fünf Funktionsräume. Der Montessori-Raum ist auch hier der Mittelpunkt der Gruppe. Die Kinder können Montessori Materialien aus allen relevanten Bereichen nutzen.
Im Werkraum stehen in offenen Regalen, einer Werkbank sowie einer Staffelei unterschiedliche Materialien und Angebote zum kreativen Gestalten bereit. Ein kleines Séparée wird für Rollenspiele und wechselnde Konstruktionsangebote, wie z.B., Holzeisenbahn bauen oder magnetischen Formen konstruieren, genutzt. Im Bewegungsraum wird mit Großbausteinen, einer großen Weichbodenmatte, kleinen Matten, Kissen, Decken und Fluss-Steinen die Kreativität und das Bewegungsbedürfnis ausgelebt. In der Kinderküche können mit Hilfe von Bild-Kochbüchern, in denen die verschiedenen Tätigkeiten Schritt für Schritt aufgeführt sind, unterschiedliche Speisen zubereitet werden.
Bewegung vermittelt Körpererfahrung und Erfolgserleben, welches wiederum Einfluss auf das Selbstbild des Kindes hat. Die Erfahrung, Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit zu spüren, machen Kinder stolz und tragen zu dem stetig wachsenden Gefühl bei, sein Leben eigenständig bewältigen zu können.
Die Bedeutung der Bewegung nimmt im Rahmen der Montessori-Pädagogik einen besonderen Platz im Alltag ein. Sie wird in engem Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung gesehen. Wir verstehen die Bewegung als unmittelbaren Ausdruck des geistigen und spontanen Lebens der Kinder. Von der Qualität der Bewegung hängen Körperschema, räumliche und zeitliche Vorstellungskraft ab.
Den Kindern werden daher täglich Gelegenheiten zur Bewegung geboten. Sowohl in der Krippe als auch im Kindergarten steht jeweils ein Bewegungsraum mit unterschiedlichen Materialien zur Verfügung.
In der Krippe: Bälle, Hüpfmatte, Nestschaukel, Fluss-Steine, Balancier Bausteine,
Balance-Board, Rutschautos, Balance- und Spielschalen, Kippelhölzer, Kriechtunnel
Im Kindergarten: eine große Turnmatte, kleine Turnmatten, Fluss-Steine, Balance-Board, Schaumstoff-Bausteine, Chiffon-Tücher
Lernen findet durch Zusammenarbeit statt:
Das heißt, dass der Erwerb von Wissen in unserem Alltag nicht durch das bloße Vermitteln von Fakten geschieht, sondern gemeinsam mit den Kindern der Bedeutung der jeweils relevanten Fragen, Phänomene, etc. durch gemeinsames Erforschen auf den Grund gegangen wird: Es wird gemeinsam co-konstruiert.
Der Grundsatz dieser im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan verankerten Idee bildet die soziale Interaktion. Das bedeutet, dass Kinder die Welt zu verstehen lernen, indem sie sich mit anderen austauschen und verschiedene Bedeutungen untereinander aushandeln. Die Erzieher:innen sind hierbei beobachtende Begleiter und Unterstützer.
In co-konstruktiven Prozessen lernen die Kinder also, wie man untereinander und gemeinsam mit Erwachsenen in einer Lerngemeinschaft Probleme löst, Bedeutungen und das Verständnis von Dingen und Prozessen teilt, diskutiert und verhandelt.
Um eine kindgerechte Bildungs- und Lerndokumentation zu gewährleisten, arbeiten wir mit Portfolios. In diesen werden Dokumentationen über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungsschritte eines Kindes gesammelt.
Ein besonderes Augenmerk legen wir hierbei auf ein kindgerechtes Beobachtungsinstrument: Die Bildungs- und Lerngeschichten. Diese dokumentieren durch in geschichtenform verfasste Beobachtungen die Interessen, Stärken und wichtige Entwicklungsschritte des Kindes.
Im Mittelpunkt einer solchen Geschichte kann alles stehen, was dem Kind wichtig ist bzw. womit es sich eingehend beschäftigt.
Das Ziel der Portfolioarbeit ist es, eine gemeinsam mit dem Kind gestaltete Dokumentation über seine Lern- und Entwicklungsschritte über die gesamte Kindergartenzeit hinweg zu sammeln. Die Kinder dürfen das Portfolio selbstverständlich mitgestalten und am Ende ihrer Kindergartenzeit mit nach Hause nehmen.
Der Beginn im Montessori Haus der Kinder ist für jedes Kind – und auch für die Familie – ein bedeutender Übergang. Für Kinder, die von außen zu uns kommen, gestalten wir die Eingewöhnung besonders behutsam, individuell und beziehungsorientiert.
Vor dem Start führen wir ein Eingewöhnungsgespräch mit den Eltern. Das Kind lernt seine zukünftige Bezugsperson kennen, wir nehmen uns Zeit für Fragen, Erwartungen und Besonderheiten und verschaffen uns gemeinsam ein Bild vom Kind. Auf dieser Grundlage gestalten wir die Eingewöhnung angelehnt an das Berliner Modell: Schritt für Schritt, in klaren Phasen, mit zunehmender Sicherheit für das Kind und einem behutsamen Zurückziehen der Eltern.
Der zeitliche Verlauf richtet sich dabei immer nach dem Kind. Erfahrungsgemäß dauert eine Eingewöhnung vier bis sechs Wochen, kann aber je nach Situation auch kürzer oder länger sein. Wichtig ist uns, diesen Prozess ruhig, transparent und positiv zu gestalten. In dieser Zeit bitten wir die Eltern, gut erreichbar zu sein und die Eingewöhnung als gemeinsame Aufgabe zu verstehen.
Als gelungen betrachten wir eine Eingewöhnung, wenn das Kind Vertrauen zu seiner Bezugsperson aufgebaut hat, sich im Alltag orientieren kann und sich sicher genug fühlt, um Trost, Begleitung und Nähe von unseren Pädagog:innen anzunehmen.
Im Verlauf des Kindergartenjahres feiern wir gemeinsam St. Nikolaus, Weihnachten, Fasching und Ostern. Zu St. Martin gibt es ein Fest im Garten mit einem gemeinsamen Laternenumzug durch den Park und einem Lagerfeuer für alle Kinder und ihre Familien. Außerdem findet jährlich ein großes Sommerfest und eine Adventsfeier statt. Alle Feste werden in Zusammenarbeit mit unseren Eltern, insebesondere dem Elternbeirat, durchgeführt.
Die Geburtstage der Kinder werden (entweder direkt am Tag oder nachträglich) mit der jeweiligen Gruppe im Morgenkreis gefeiert. Für beide Gruppen gibt es ein festes Ritual, welchem die Kinder entgegensehnen und welches einen wichtigen Bestandteil seines ganz eigenen Ehrentages darstellt.
„Hilf mir, es selbst zu tun“ – dieser Grundgedanke wird wie kaum ein anderer mit der Montessori-Pädagogik verbunden. Der Grundsatz wird in unserem Kinderhaus, sowohl im Krippen- als auch im Kindergartenbereich, tagtäglich gelebt und in vielen kleinen und großen Handlungen des alltäglichen Lebens geübt und umgesetzt. Dabei begleiten die Erwachsenen die Kinder achtsam, beobachten, geben Impulse und unterstützen dort, wo es nötig ist, ohne die Initiative oder Entscheidung des Kindes zu übernehmen. So erfahren die Kinder, dass sie selbst etwas bewirken können, lernen Durchhaltevermögen, entwickeln praktische Fertigkeiten und entdecken ihre eigenen Stärken. Schritt für Schritt wächst ihr Selbstvertrauen, sie werden handlungsfähig und erleben, wie befriedigend es ist, Herausforderungen eigenständig zu meistern.
Bevor unsere Krippenkinder in den Kindergartenbereich wechseln, erfolgt eine interne Eingewöhnungsphase, die von den Erzieher:innen begleitet wird.
In der Regel erfolgt dieser Übergang zum 01.08. eines Jahres (je nach Lage der Schließzeit) mit einer kleinen Gruppe von allen Kindern, die zwischen dem 01.11. des Vorjahres und 30.09. des aktuellen Jahres das 3. Lebensjahr beendet haben bzw. dies in den nächsten Wochen beenden werden.
Nach der erfolgreichen internen Eingewöhnung können die Kinder direkt nach der Sommer-Schließzeit in der Kindergartengruppe ‚neu‘ starten.
Diesen durchleben wir gemeinsam mit unseren Kindern ganz natürlich durch die gemeinsam begangenen Feste und Feiertage sowie durch eine jahreszeitliche Anpassung der gesungenen Lieder, Werkmaterialien und gesellschaftlichen Themen.
Das Recht eines jeden Kindes auf Schutz gegenüber allen Formen von Gewalt gilt uneingeschränkt – auch im Verhältnis zu den eigenen Eltern und anderen sorgeberechtigten Personen. Die Erzieher:innen des Haus der Kinder kennen den staatlichen Schutzauftrag und beziehen diesen auch auf ihr eigenes Handeln ein.
Vor dem Hintergrund der UN-Kinderrechtskonvention achten wir weiterhin im Kinderhausalltag darauf, dass
Wir legen Wert auf Transparenz, Dynamik, einen modernen Zeitgeist und Arbeitserleichterung auf beiden Seiten. Mit der Leandoo Kita-App erreichen wir diese Ziele – und noch mehr. In unserem ‚digitalen‘ Alltag nutzen wir die App für z.B. für:
Alle Materialien, die im Montessori Haus der Kinder zu finden sind, dienen zur Stärkung der Basiskompetenzen eines jeden Kindes, z.B. zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit, wodurch eine Steigerung des Selbstwertgefühles sowie die Übernahme von Verantwortung für sich selbst und andere geübt und gestärkt wird.
Die Materialien im Montessori Haus der Kinder sind vielfältig und wecken Neugier und Interesse. Sie sind in verschiedene Bereiche einzuteilen:
Jedes Material enthält ein bestimmtes Entwicklungsziel. Sie sind für die Kinder leicht handhabbar und beinhalten eine immaterielle Fehlerkontrolle.
Jeden Montag erkunden die Kinder die Umgebung und die Natur in laufbarer Nähe rund um das Kinderhaus. An diesem ‚Draußentag‘ wird in ein nahe gelegenes Waldstück, in einen Park, in die Stadt oder auf einen der umliegenden Spielplätze spaziert.
Das Team des Haus der Kinder legt großen Wert auf Offenheit und Transparenz: In der Arbeit mit den Kindern, den Eltern und Familien sowie Interessierten an unserer Einrichtung oder der Montessori-Pädagogik. Regelmäßig sind „Fachkraft“-Hospitanten bei uns zu Besuch, welche im Rahmen ihrer Montessori-Diplom-Ausbildung einen Einblick in unsere Arbeit nehmen möchten. Des Weiteren sind wir offen für Hospitationen interessierter „fremder“ Eltern oder auch „eigener“ Eltern, die sich ein intensiveres Bild über den Alltag ihres Kindes machen möchten.
Praktikanten – egal ob Kurzzeit oder lang – sind ebenfalls gern in unserem Haus gesehen.
Im Montessori Haus der Kinder wird Partizipation im Alltag gelebt. So dürfen unsere Kinder, soweit es die Sicherheit zulässt, z.B. selbstbestimmt entscheiden:
Plattformen, welche den Kindern regelmäßig geboten werden, um partizipatorisch den Kita-Alltag demokratisch und strukturiert mitzugestalten, sind der tägliche Morgenkreis sowie zusätzliche, anlassbezogene Kinderkonferenzen. Neben den Kindern haben auch unsere Eltern die Möglichkeit, partizipativ am Geschehen des Haus der Kinder teilzuhaben:
Bei der Qualitätssicherung der unmittelbaren pädagogischen Arbeit spielen aussagekräftige Beobachtungsergebnisse eine wichtige Rolle. Sie vermitteln Einblicke in das Lernen und die Entwicklung der Kinder, sie helfen uns die Qualität von pädagogischen Angeboten zu sichern und weiterzuentwickeln. Hierzu zählt allen voran die Beobachtungsdokumentation durch Portfolios und Bildungs- und Lerngeschichten sowie die Entwicklungsdokumentation mithilfe der „Entwicklungsschnecke“ (Schlaaf-Kirschner).
Durch eine stetige Arbeit sowohl im Team als auch mithilfe einer BEP-Fachberatug wird unsere Konzeption auf- und überarbeitet.
Team- und Einzelfortbildungen und Supervisionen bringen zusätzlich nicht nur stets wachsendes, kollegiales Wissen mit sich, sondern helfen uns, uns als Team zu reflektieren und unsere Qualität in der Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln.
Rituale sind sich wiederholende Abläufe, die mit einem hohen Symbolgehalt verbunden sind. Sie geben Struktur und Verlässlichkeit, welche unverzichtbare Größen in der Entwicklung eines Kindes darstellen. Weiterhin strahlen sie eine beruhigende Wirkung aus, da sie vorhersehbar und berechenbar sind.
In unserem Alltag sind verschiedene Rituale Bestandteil unseres gemeinsamen Lebens, so z.B. das Geburtstagsritual, der immer wiederkehrende Tagesablauf, der Morgenkreis, die Sitzordnung, usw…. Das Ziel ist, dass sich die Kinder gut auskennen und zurechtfinden und somit zu Profis der eigenen Wirklichkeit werden.
In unserem Kinderhaus möchten wir, dass Kinder lernen, ihre eigenen Bedürfnisse und Meinungen wahrzunehmen und mutig zu vertreten. Selbstbewusstsein bedeutet für uns, stark zu sein – nicht im Sinne von immer Recht zu haben, sondern die eigene Sicht zu erkennen, zu äußern und mit anderen in Beziehung zu bringen. Dabei üben die Kinder, Konflikte selbst zu lösen, Kompromisse zu finden und eigene Entscheidungen zu treffen. Manchmal heißt das, einen anderen Spielpartner zu suchen oder kleine Konsequenzen selbst zu erleben. Zusätzlich durchlaufen wir einmal jährlich das Programm „Starke Kidz“ der Starke-Kidz-School aus Taunusstein, das gezielt das Selbstbewusstsein, die soziale Kompetenz und die Fähigkeit, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen, fördert. So erfahren die Kinder: Meine Stimme zählt, ich kann etwas bewirken und Verantwortung für mein Handeln übernehmen – alles behutsam unterstützt in einer Umgebung, die Sicherheit, Wertschätzung und Vertrauen bietet.
In unserem Kinderhaus lernen die Kinder, dass Unterschiedlichkeit normal und wertvoll ist. Toleranz bedeutet für uns, die Vielfalt an Meinungen, Bedürfnissen, Fähigkeiten, Persönlichkeiten und Hintergründen zu achten und respektvoll miteinander umzugehen. Die Kinder üben, zuzuhören, andere Perspektiven wahrzunehmen und Konflikte achtsam zu lösen. Dabei erfahren sie, dass es in Ordnung ist, unterschiedliche Wege zu gehen, und dass Zusammenleben auf gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme beruht. Toleranz wird bei uns nicht nur vermittelt, sondern täglich im gemeinsamen Miteinander gelebt – beim Spielen, bei Gruppenaktivitäten, in Diskussionen und im alltäglichen Zusammenleben. So entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für soziale Verantwortung und lernen, Empathie und Fairness in ihre eigenen Handlungen einzubringen.
Die Übungen des täglichen Lebens ermöglichen den Kindern alltägliche Bewegungsabläufe und Tätigkeiten zu erlernen, diese beliebig oft zu wiederholen und im Kindergartenalltag anzuwenden. Die Materialien fordern Motorik, entwickeln Körpergefühl und Körperbewusstsein, entwickeln Auge-Hand-Koordination, fördern kognitive Kompetenzen durch das Lösen und Analysieren von Problemen unterschiedlicher Art. Dabei unterteilen sich die Angebote in:
Im Herbst jeden Jahres beginnt einmal wöchentlich für die zukünftigen Schulkinder unsere Vorschulgruppe. Die Kinder finden sich in einem separaten Raum zusammen und starten ihren Vormittag mit einem gemeinsamen Frühstück. Wir legen Wert auf eine zwanglose und entspannte Atmosphäre, um mit Spaß und Motivation bei der Arbeit zu bleiben.
Themen, die während dieser Zeit im Fokus stehen sind z.B.:
Weiterhin übernehmen die Kinder Aufgaben, wie z.B. auf Spaziergängen ein jüngeres Kind an die Hand nehmen und Vorbild im Straßenverkehr sein oder jüngeren Kindern die Arbeit mit dem Montessori Material zeigen.
Einmal im Jahr verbringen wir eine Woche lang den halben Tag im Wald. Die Kinder werden von den Eltern morgens zu einem nahegelegenen Waldstück gebracht und mittags wieder in das Kinderhaus zurückgefahren. Im Wald frühstücken wir gemeinsam, bekommen Besuch vom Förster, erleben die Natur mit allen Sinnen und können ausgiebig erforschen, entdecken und spielen.
Unser Montessori Haus der Kinder ist bewusst klein – und genau darin liegen viele unserer Stärken. Die überschaubare Größe ermöglicht echte, verlässliche Begegnungen: zwischen den Kindern, zwischen Erzieher:innen und Kindern, zwischen Erzieher:innen und Eltern sowie ganz besonders auch zwischen den Eltern untereinander.
Im Alltag entstehen diese Begegnungen ganz selbstverständlich – in kurzen Tür- und Angelgesprächen, bei gemeinsamen Festen, Aktionen und Treffen oder im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Elternstunden (10 Stunden pro Familie und Jahr). Hier ist Raum für Austausch, Mitgestaltung, gegenseitige Unterstützung und ein lebendiges Miteinander.
YouTube, Google und soziale Medien gehören heute selbstverständlich zur Lebenswelt vieler Erwachsener. In unserem pädagogischen Alltag mit den Kindern spielen sie jedoch nur eine sehr geringe Rolle. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die frühe Kindheit als eine Phase zu gestalten, in der unmittelbare Erfahrungen im Vordergrund stehen: echtes Tun statt Klicken, Beziehung statt Bildschirm, Erleben mit allen Sinnen statt medialer Reizüberflutung.
Gleichzeitig sind wir als Einrichtung organisatorisch modern und digital aufgestellt. In der täglichen Arbeit mit den Familien nutzen wir z. B. unsere Kita-App Leandoo zur transparenten und zeitgemäßen Kommunikation, zur Dokumentation, Termin- und Organisationsverwaltung sowie zur Arbeitserleichterung für Eltern und Mitarbeitende.
Im Kindergarten kann es in Einzelfällen vorkommen, dass Google genutzt wird, um Dinge nachzuschauen, oder die Kinder sich Ausmalbilder auswählen. Dies geschieht bewusst nur sehr reduziert und ergänzt ausschließlich die analoge Arbeit.
Diese klare Trennung ist uns wichtig: Digitalisierung dort, wo sie Abläufe vereinfacht und Transparenz schafft – und bewusst analoges Arbeiten dort, wo Kinder in ihrer Entwicklung am meisten davon profitieren. Medienkompetenz sehen wir als ein wichtiges Zukunftsthema. Für das Kindergartenalter liegt unser Schwerpunkt jedoch auf einer bodenständigen, elementaren Entwicklung, die auf Beziehung, Bewegung, Sprache, Spiel und Sinneserfahrungen aufbaut.
Im Montessori Haus der Kinder darf Kindheit daher zunächst analog sein – mit Zeit zum Staunen, Ausprobieren, Wachsen und ganz viel echter Welt. Digitale Plattformen und Technologien kommen im Alltag der Kinder nur in sehr begrenztem Maße zum Einsatz, und das Analoge steht immer klar im Vordergrund.
Den Kindern ein gesundes Bewusstsein zum Thema Ernährung nahe zu bringen, ist ein alltägliches Ziel. Die Kinder in der Krippe bekommen jeden Tag ein reichhaltiges Frühstück angeboten. Hierbei liegt der Fokus – neben Ausgewogenheit, Regionalität, Saisonalität und biologischer Herkunft der Produkte – auch darauf, den Kindern Lebensmittel anzubieten, welche evtl. bei Ihren Mahlzeiten im privaten Alltag nicht alltäglich verzehrt werden.
Im Kindergarten wird ein gesundes, zuckerfreies Frühstück von zuhause mitgebracht.
Der Naschtisch beim Mittagessen besteht 4-mal wöchentlich aus Obst. Einmal wöchentlich – als Nachspeise zur Suppe – wird den Kindern etwas Süßes angeboten.
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